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Zwischenspiel I: Auf einen Quickie mit Kopenhagen

Nach drei Tagen auf Anton bekomme ich schon Besuch aus Deutschland. Ich freue mich riesig, mit Flori zwei Tage in Kopenhagen verbringen zu können. Der Abschied kommt viel zu früh….

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Der Platz vor dem Bahnhof ist leer. Flori ist nirgendwo zu sehen. Dabei hatte ich noch, bevor ich auf den Bahnhofsvorplatz eingebogen bin, die Kamera angemacht. Meinen ersten Besuch aus Deutschland will ich festhalten, als Beweis sozusagen – wer weiß, wer noch kommt. Angekündigt haben sich viele, aber so etwas ist schneller gesagt als getan.

Im Bahnhof finde ich Flori. Was ich mir hätte denken können: Der Kopenhagener Bahnhof hat natürlich nicht nur einen Eingang und Flori stand an einem anderen. Er ist noch etwas müde nach der nächtlichen Fahrt mit Bahn, Bus und Fähre und kann mit meinem morgendlichen Überschwang nicht so viel anfangen. Ich: „Ich freue mich ja schon so auf die Matratze.“ Flori: „Hmmm.“ Erst mal Kaffee, schlage ich vor.

Mit leeren Bechern kommen wir in unserer AirB’n’B-Unterkunft an und staunen nicht schlecht über unser Schlafzimmer: zwei Matratzen auf einer Zwischendecke direkt unterm Dach, hoch geht es über eine knirschende Metalleiter, deren Tritte nicht breiter sind als mein großer Zeh, und die sich im ganzen biegt wie eine Banane. Schwindelerregend. All meine Kindheitsträume kommen in diesem Moment zurück. So ein Schlafzimmer wollte ich immer haben. (Flori gibt euch sicher den Kontakt, falls ihr es selbst mal ausprobieren wollt 🤗).

Koffeinisiert geht es weiter. Kopenhagen-Kenner Flori – vor 10 Jahren war er mal hier – legt gleich los. „Joa, so in die Richtung irgendwie sollten wir wohl gehen.“ Machen wir – und kommen irgendwo und überall an. Durch Altstadt, Fußgängerzone und Nyhavn, vorbei an Oper und Theater, unbezahlbaren Yachten und Kreuzfahrtdampfern bis zur Meerjungfrau, um das Kastellet herum, zurück zum Streetfood, in der Sonne chill’n, Live-Musik hören.

] ] ] ]Unterwegs schnappe ich mir alles zu essen, was ich zu fassen kriege. Flori guckt mich zunächst immer fassungsloser an, später lacht er nur noch, wenn ich mal wieder sage: „Boah, das sieht ja geil aus!“ Mit den Augen bin ich mehr bei süß-fettigen Zuckerleckereien als bei Kopenhagen – die Radkilometer und schlaflosen Nächte haben ihre Spuren hinterlassen. Das wird mir auch am nächsten Morgen klar, als die Toilette erst einmal der einzige Sitz ist, den ich in Anspruch nehme. War vielleicht doch ein bisschen viel Aufregung und Essen.

Da hilft nur … Frühstück mit süß-fettigen Zuckerleckereien beim Bäcker an der Ecke. Tausende Läufer haben zu diesem Zeitpunkt schon die Hälfte des Kopenhagener Marathons überlebt. Wir fahren mit dem Schiff völlig entspannt, Beine hoch, durch die Stadt, die Waden sind immer noch vom Tag zuvor gezeichnet. Danach – wie könnte es anders sein – essen wir erst mal was. Flori hat sich über Nacht überlegt, etwas solidarischer zu sein, und isst endlich richtig mit – was mich nicht mehr ganz so verfressen aussehen lässt. Christiana, ja David, sehen wir uns gleich danach an. Mit vollem Magen ziehen wir durch die Kifferstreet – korrekt als Pusherstreet bezeichnet – nehmen drei kräftige Züge und schweben wieder heraus.<<<
ächste Morgen ist bedrückend. Mit der einen Hälfte meines Kopfes überlege ich, wie ich das ganze Zeug wieder in meine Taschen und auf das Fahrrad bekomme. Die andere Hälfte überlegt, wie sie Flori überwältigen und auf dem Gepäckträger befestigen kann. Das Himalaya-Gebirge wäre dann sicher nicht mehr zu schaffen… aber die Route ist ja flexibel.

Es ist, wie es ist. Der Abschied kommt viel zu früh und ich fahre allein weiter. Schweden voraus.

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One comment on “Flori, kommst du mich wieder besuchen?

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