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Luisa Rische

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The climate grants me moment of peace after the unnerving snow storm during the night. The snow has melted, though, still the trail - yes, there is a trail - is soaked, and I am frustrated. I have been pushing my bike for three days across the Huayhush Trek and the trail ahead of me, on the opposite side of the lake, looks devastatingly steep. Although, of course, the view onto Lago Viconga is breathtakingly beautiful. . . . #peru #perudivide #huayhuash #visitperu #southamerica #bikewander #bikelife #pedaljourneys #worldbybike #bikenomad #bikelove #cicloviajantes #cicloviajeros #cicloturismo #adventure #travel #explore #slowtravel #solotravel #discoverearth #outdoor #intothewild #weltenbummler #instatravel #instagood #potd @bikewander @adventurecycling @cicloviajantes @ciclo.america @biketouringforever @biketocamp @travelers_club_ir @bicyclingplanet @ortlieb_waterproof @vsf_fahrradmanufaktur @patagonia_mtb @lonelyplanet_de
The morning after one of my worst nights. While cycling... eh... pushing my bike across the Huayhush Trek I got snowed in. It started raining when I put up my tent. To be able to sleep I stuck in my earplugs. In the middle of the night the tent suddenly folded on me, crash landing on my head. First I thought it’s a Llama, then I thought it’s the wind and I didn’t hear it because of my plugs. A little confused I tried to go outside but the snow had already covered most of the entrance. I stabilized my tent and went back to bed. That’s when I started panicking. . I went through several scenarios in my head. What if it doesn’t stop to snowing? How will I be able to find the arm-wide trail underneath a white blanket? What if it snows for several days? Do I have enough food? What if the roof of my tent gets destroyed by the weight of the snow? What if I get lost in the snow so far away from all human life, on an altitude of 4700 metres. . The rest of the night was quite unnerving because it just wouldn’t stop snowing. Again and again I freed my tent of the heavy snow. Until it stopped, finally, just one hour before sunrise. The clouds vanished during the morning and I could push on. Much ado about nothing, you could say. Still, this surprising snow storm gave me quite a scare. . . . #peru #perudivide #visitperu #southamerica #bikewander #bikelife #webiketheworld #pedaljourneys #worldbybike #biketouring #bikelove #bikexploring #cicloviajantes #cicloviajeros #cicloturismo #adventure #travel #slowtravel #solotravel #discoverearth #outdoor #intothewild #weltenbummler #travelphotography #instatravel #instagood #potd

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Kapitel LXV: Von der Salar de Uyuni nach Sucre

Hatte ich schon erwähnt, dass es wieder rollt? Es rollt wieder. Und wie! Ich könnte laut auflachen vor Freude. Selbst auf 4000 Metern über dem Meeresspiegel fliege ich die Berge hoch wie seit Monaten nicht mehr. Oben wie unten blicke ich mit einem Lächeln auf alle Höhenmeter. Und obwohl Heike uns verlassen hat, sind wir immer noch zu viert unterwegs.

Von Avaroa nach Uyuni: alle Bilder

Wie haben die Menschen einst ohne Handy navigiert? Sie haben sich (unter anderem) an Landpunkten orientiert. So finden auch wir unseren Weg durch die weiße Wüste, denn es gibt weder Schilder noch eine Straße. Alles sieht gleich aus, alles ist weiß. Wir holpern über die salzigen Bienenwaben im Schritttempo, immer weiter auf den höchsten Berg zu, der vor uns liegt. Dort sei Uyuni, hat uns ein Dorfbewohner am Rande der weißen Unendlichkeit verraten. Nach anderthalb Tagen Waschbrett habe ich die Schnauze voll, ich fühle mich, als würde ich in einer Waschtrommel stecken, als endlich ein Weg auftaucht, zwei Spuren, blank poliert von tausenden Reifen. Auf einmal fliegen wir über die Salar de Uyuni.

Nach dem dritten Tag und der zweiten eisigen Nacht auf dem Eis… eh, Schnee… eh, Salz… kommen wir am ersten Salzhotel an, an dem es nicht nur ein Dhakar-Monument gibt, sondern auch eine sternenförmige, leicht angehobene Insel, die die Flaggen Dutzender Länder trägt. Deutschland entdecke ich nicht, dafür weht der Berliner Bär über der Salar. Im Salzhotel kochen wir uns Nudeln zum Mittag, während bolivianische Reiseführer die Tische für Touristen decken. Was die Touristen stehen lassen, reißen wir uns unter den Nagel – Salat, Cola, Bananen -, bevor es weiter nach Colchani und schließlich in die Casa Ciclista nach Uyuni geht.

In Uyuni trennen sich die Wege. Das denken wir zumindest, als wir ankommen. Heike hat uns bereit einen Tag vor Uyuni verlassen. Wir treffen sie in der Casa Ciclista wieder, doch Heike will mit dem Bus nach Potosí. Für Suwanna, Raphael und mich ist die gemeinsame Reise dagegen noch nicht beendet. Nach drei Nächten will ich eigentlich weiter. Doch ein Schneesturm hält mich versteckt im Schlafsaal. Am nächsten Tag, als die Sonne zurückkehrt, hat Pedro Geburtstag, und am Tag danach bin ich nicht in der Lage, weiterzufahren. Trotz guter Vorsätze, nicht zu trinken und früh aufzubrechen, denke ich nach dem ersten Whisky-Cola: Ach, zum Teufel mit den guten Vorsätzen, diese Party feiere ich bis zum bitteren Ende mit.

Und das mache ich dann auch. Raphael, Suwanna und ich sind die einzigen, die nach Mitternacht noch stehen und zu Nena tanzen, während das Geburstagskind mit einem Eimer in seinem Armen im Bett hockt, die unverdaute Pizza ist durch das transparente Plastik zu erahnen. Als ich mich ins Bett lege, denke ich, dass die Party nun vorbei ist. Schlafen. Doch Raphael hat andere Pläne mit seinen Zimmergenossen. Bis zwei Uhr hält er uns wach, schläft zwei Stunden, wacht auf, und holt uns alle wieder aus dem Schlaf. „Feliz cumpleaños, Pedro, Luisa, Manu, Suwanna. Feliz Cumpleaños. Vinito. Cerveza.“ Er redet, singt und schreit überwiegend unzusammenhängende Worte. Keiner nimmt es ihm übel, es ist DIE Geschichte am nächsten Tag in der Casa Ciclista.

Ausgenüchtert geht es dann schließlich weiter, in die Berge, hoch nach Potosí. Heike ist zwar schon in Potosí, dafür stößt Antonin aus Frankreich zu unserem fantastischen Quartett dazu. Wir bewegen uns täglich zwischen 3200 und 4200 Metern, hoch und runter, an Vicuñas und Llamas vorbei, ins Herz Boliviens. Die Landschaft wechselt innerhalb von Stunden: schneebedeckte Berge, feuchte Wälder, trockene Ebenen, Büsche und Bäume, Thermen und Seen, weite Täler mit tausenden Llamas, sandige Dörfer aus Lehmbauten, unerbittliche Anstiege, Müllentsorgung am Straßenrand, gelbe, rote, weiße und braune Berge.

Wir schlafen in Pulacayo. Zwischen Einwohnern und Straßenhunden klappern unsere Zähne im Kanon durch die Nacht. Wir schlafen in Klassenräumen von Schulen, in denen es so warm ist, dass der Aufbruch schwer fällt. Die Schüler bombardieren uns mit Fragen, wollen alles wissen, starren auf unsere Kindle und iPads, zeigen uns ihre Flöten. Wir spielen Basketball und Fußball mit ihnen, bevor uns die Orchesterprobe am späten Abend den Schlaf raubt. Um 6 Uhr am Morgen läutet die Schulglocke das erste Mal, wenige Minuten später sind die neugierigen Schüler zurück. Wir verabschieden uns, fahren über die Berg nach Tica Tica, Pelca und Cachuyo.

Während Suwanna und Raphael den Luxus eines Alojamientos genießen, stellen Antonin und ich unsere Zelte zwischen Schafen und Llamas auf. Im Licht der letzten Sonnenstrahlen kochen wir, bevor die Nacht Kälte und Eis bringt. Mein Wasser ist am nächsten Morgen bis auf den letzten Tropfen gefroren. Doch die Sonne bringt Wärme und Leben zurück. Es geht wieder hinauf und hinunter. Nach 30 Kilometern, in Agua de Castilla, ist Schluss für Raphael und Suwanna, doch Antonin und ich fühlen uns gut und wollen am nächsten Tag in Potosí ankommen. Wir erklimmen einen weiteren Anstieg, bevor wir unser Nachtlager im Tal aufschlagen.

Der letzte Anstieg nach Potosí ist kräfteraubend. Auf 4000 Meter ist die Luft dünn, und 700 Höhenmeter viel anstrengender als auf Meeresspiegelhöhe. Dennoch fallen die Berge viel leichter als noch vor zwei, drei Monaten. Es ist wieder ein Spiel und kein Krampf mehr, eine Herausforderung, ein großer Spaß, die Beine wieder an ihre Grenzen zu bringen, in der Lage zu sein, sie wieder an ihre Grenzen bringen zu können. Immer schneller und leichter komme ich die Berge wieder hoch, ohne dass mich eine Ansteigung schon beim Anblick verzweifeln lässt; bald hole ich Antonin ein und lasse ihn in der Sonnen stehen. Und das fühlt einfach geil an.

Als wir in der Bergstadt ankommen, die für eine Silbermine bekannt ist, in der Kinder arbeiten, sind wir dann aber doch am Ende unserer Kräfte. Wir haben Glück. Die Straßen sind für Autos aufgrund eines Protestes gesperrt. In Schlangenlinien klettern wir die letzten Meter und kommen mit letzten Kräften am Hostel an. Erst unter die Dusche, dann Essen, dann Schlafen. Am nächsten Morgen gibt es ein Frühstücksbuffet für 2 Euro. Anderthalb Stunden schaufeln Antonin und ich uns Müsli, Joghurt, Obstsalat, getoastete Brötchen mit Marmelade, Tee und Kakao in unsere leeren Mägen, und lachen über den Gedanken, den wir beiden haben: Wenn Fahrradreisende an einem Buffet schlemmen, dann zieht das Hostel den Kürzeren.

Am zweiten Abend treffen wir Raphael und Suwanna wieder, ein letzter Wein, ein letztes Abendbrot, drei letzte Abschiede. Ein weiterer Abschied soll am nächsten Morgen folgen. Antonin will nach Sucre, ich nach La Paz, um nach einem Abstecher zum Titicaca-See nach Brasilien weiterzufahren. Ich weiß nicht, warum ich immer noch Pläne mache, es sind die zwei Herzen, die in mir schlagen, ich fühle mich wohl mit Plänen, doch in einem einzigen Moment werfe ich alles um. Ich folge Antonin. Und entscheide mich, ihm nicht nur nach Sucre, sondern bis nach Peru, Ecuador und Kolumbien zu folgen. Wie weit wir uns gegenseitig aushalten, wird sich zeigen, doch den Weg nach Sucre nehmen wir gemeinsam auf und schließen ihn gemeinsam, nach 160 Kilometern, 2000 Höhenmetern, 3 Nächten und zwei Platten, im Hostel Potosí ab.

Von Uyuni nach Sucre: alle Bilder

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