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Fast vergessen

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Apps

Karte, Kompass und Woerterbucht braucht heute niemand mehr, um sich durch die Welt zu navigieren. Klingt langweilig? Ist es aber nicht. Reisen bleibt ein Abenteuer. Auch wenn das Entdeckergefuehl nicht mehr so ist wie vor 20, 200 oder 2000 Jahren, sind Applikationen fuer das Handy oder Tablet grundsaetzlich nichts Schlechtes. Sie gestalten das Reisen leichter und sicherer. Wer die Urspruenglichkeit des Reisens erleben will, muss das Handy natuerlich zu Hause lassen.

Ich wuerde nicht darauf verzichten. Denn der groesste Vorteil ist, dass ich meine Abenteuer nicht nur mit der Welt teilen kann, sondern auch staendig in Kontakt mit Freunden und Familie bin. Das mag nicht immer im Sinn des Reisenden liegen, aber glaubt mir, es liegt im Sinn der Menschen, denen etwas an euch liegt. Also verteufelt die moderne Art des Reisens nicht, es gibt genug Abenteuer zu erleben – auch ohne dass eure Lieblingsmenschen staendig in Sorge leben muessen. Diese Apps helfen mir im Alltag:

Navigation mit Komoot und maps.me

In der Regel navigiere ich mit Komoot. Das Herunterladen der App ist kostenlos, die erste Karte gibt es gratis, alle weiteren Karten kosten. Ich habe mir alle Karten fuer 30 Euro gekauft. Meine Route muss ich vorher planen. Das ist denkbar einfach. Ich waehle zwischen Wandern, Radfahren, Rennrad und Mountainbike, gebe Start und Ziel ein und Komoot berechnet alles. Ich kann auch Punkte auf der Karte waehlen und Zwischenstopps hinzufuegen. Um auf die Karte offline Zugriff zu haben, muss ich sie vorher herunterladen. Der groesste Vorteil an Komoot ist, dass es ein Hoehenprofil mit Steigungsprozenten gibt, per GPS weiss ich immer, wo ich gerade bin und, wie viele Berge noch vor mir liegen.

Neben Komoot nutze ich auch maps.me. Der Grund ist ganz einfach. In maps.me kann ich alle Karten fuer ein Land herunterladen und so Routen auch offline berechnen, was mit Komoot nicht moeglich ist. Falls ich also meine Route im Vorfeld nicht planen moechte oder keine Zeit habe oder es vergessen habe, kann ich jederzeit auf maps.me zurueckgreifen. Auch diese App zeigt ein Hoehenprofil und die Gesamtzahl der Hoehenmeter an, doch diese Zahlen sind eigentlich immer Bloedsinn.

Schlafen mit Warmshowers, Hostelworld und CamperMate

Wenn ich nicht in meinem Zelt schlafe, nutze ich zu 99 Prozent Warmshowers. Das soziale Netzwerk funktioniert wie Couchsurfing. Es ist allerdings sehr viel leichter, einen Gastgeber zu finden, denn auf Warmshowers sind fast nur gleichgesinnte Fahrradfahrer unterwegs, die keine 20 Bewertungen und zweiseitiges Bewerbungsschreiben benoetigen, um Gaeste in ihrem Haus aufzunehmen. Es hilft trotzdem immer, auf die Rueckmeldungsrate der Nutzer zu schauen, sonst schreibt ihr oft Nahrichten ins Nichts, die niemals beantwortet werden.

Falls ich keinen Gastgeber finde oder einfach mal mit einigen Reisenden zusammenkommen moechte, uebernachte ich in Schlafsaelen von Hostels. Um das beste Hostel zu finden, nutze ich Hostelworld. Die Stornierungsgebuehren koennt ihr im Fall einer Stornierung fuer die naechste Buchung einsetzen. Wer in Neuseeland und Australien unterwegs ist, sollte sich auf jeden Fall CamperMate oder RankersCamping NZ herunterladen, um kostenlose Campingplaetze zu finden.

Behalte Dein Budget im Auge

Als ich in Japan ankam, hatte ich fast meine gesamten Ersparnisse aufgebraucht, weil es mir schwer fiel, meinen neuen Lebenstil meinen Einkuenften anzupassen und, weil ich meine Ausgaben nicht im Blick behielt. Deshalb lud ich Trail Wallet herunter. Seitdem ich die App nutze, haben sich meine Ausgaben drastisch verringert – einfach nur, weil ich sehen kann, wie viel ich ausgebe. Jedes Land bekommt bei mir ein eigenes Tagesbudget, dass ich manchmal waehrend der Reise anpasse, wenn ich merke, dass ich gar nicht so viel brauche. Ich gebe alle meine Ausgaben ein, unterteilt in Kategorien wie Essen, Transport, Ersatzteile. Die App berechnet dann, was ich im Durchschnitt ausgebe und, wie viel ich insgesamt in einem Land zahle. Riesenvorteil ist zudem, dass ich die Waehrung eingeben kann, sodass ich nichts manuell umrechnen muss, das macht alles die App.

Der groesste Geldfaktor auf dieser Reise sind natuerlich Fluege. Um an guenstige Fluege zu kommen, nutze ich Skyscanner (gleichwaertige und ebenfalls kostenlose Alternativen: KAYAKund Hipmunk), buche den Flug selbst aber bei der Airline. Die Krux ist naemlich, dass ich mir im Vorfeld die Gepaeckbestimmungen duchlesen muss, denn fuer Fahrraeder und Uebergewicht hat jede Airline sein eigenes Angebot, sodass ich vielleicht guenstig ein Ticket kaufe, am Flughafen aber dann 500 Euro fuer mein Gepaeck draufzahle. Dafuer gibt es leider noch keine App.

Bilder und Videos speichern und bearbeiten

Die Dokumentation meiner Reise ist mir viel wert. Wie oft reist man schon um die Welt? Deshalb habe ich nicht nur eine Canon Eos 70D dabei, sondern zahle auch einen Batzen Geld jaehrlich fuer die Adobe Creative Cloud. Fuer viele kommt dieser Aufwand nicht in Frage, und es gibt zahlreiche kostenlose Alternativen für Clouds und Bearbeitungsprogramme. Doch ich habe Lightroom, Photoshop, Premiere & Co. schon lange vor meiner Reise genutzt und will nicht mehr darauf verzichten. Die Apps sind logisch, einfach zu bedienen und holen das meiste aus euren Aufnahmen heraus. In der Cloud, die nahezu unbegrenzte Kapazitäten hat – zumindest bin ich noch nicht an meine Grenzen gestoßen, – ist zudem alles gespeichert. Wenn die Kamera also gestohlen wird, sind die Bilder immer noch da.

Lesen, hoeren, schauen: Unterhaltung muss sein

Zelten bedeutet, mit der Sonne zu leben. Wenn es also um 17 Uhr dunkel ist, liege ich meist im Schlafsack. Schlafen kann ich dann natuerlich noch nicht, deshalb arbeite ich (wenn es nicht zu kalt ist), lese Buecher mit iBooks, schaue zuvor heruntergeladene Filme und Serien mit Netflix oder hoere mit Audible Hoerbuecher. Audible oder Amazon Music nutze ich auch am Tag, wenn ich 6 bis 10 Stunden auf dem Fahrrad sitze. So sehr ich das Radfahren liebe, irgendwann wird es einfach langweilig, und dann hilft ein gutes Hoerbuch.

So erreichen dich deine Freunde in China

Die gaengigen Apps wie WhatsApp, Google und Facebook sind in China gesperrt. Bei Skype bin ich mir nicht sicher. Um mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben, muessen sich Reisende entweder eine VPN herunterladen oder auf eine andere App vertrauen. Die Chinesen nutzen WeChat, QQ und Line. Da ich mir nicht sicher war, wer da alles mithoert, und da sowieso niemand meiner Freunde diese Apps hat, habe ich auf den Schweizer Messenger Wire vertraut – und vertraue immer noch darauf.

Nützliche Gimmicks

Polarsteps verfolgt alle eure Bewegungen und haelt die Reise Schritt fuer Schritt fest.  Sicher Reisen ist die App des Auswaertigen Amtes, die euch mit allen noetigen laenderspezifischen Informationen fuettert: Einreisebstimmungen, Reisewarnungen, Vertretungen (natürlich mehr als nur ein Gimmick, aber die App unterscheidet sich nicht von der Website). Ich habe den Google Uebersetzer, um ehrlich zu sein, noch nie im Gespraech genutzt, aber er hilft natuerlich bei Verstaendigungsschwierigkeiten und funktioniert auch offline. App in the Air haelt euch ueber euren Flug auf dem Laufenden und navigiert euch durch alle Flughaefen – noch nie genutzt, aber fuer regelmaessige Flieger sicher lustig.

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